Avocados


Die Avocado-Frucht hat ihren Ursprung in Südmexiko und wurde bereits von den Azteken kultiviert. Sie wird besonders geschätzt durch ihren hohen Anteil an lebenswichtigen Vitaminen und pflanzlichen Fetten.
Die Avocado (Persea americana, auch Persea gratissima) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Die Frucht hat historisch viele andere Bezeichnungen erhalten wie etwa Alligatorbirne oder Butterfrucht. Sie enthalten natürlich keine Butter, aber sehr viel Fett, das jedoch eines der gesündesten Fette ist, da es reichlich einfach ungesättigte Fettsäuren enthält.

Die Avocado und die Oliven sind die fettreichsten Früchte. Sie enthält außer ihren gesunden pflanzlichen Fetten eine große Menge an lebenswichtigen Vitaminen wie z. B. Vitamin A, Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Biotin und Vitamin E..

Der große Nutzen, der durch das Hinzufügen von frischen Avocados zu Ihren Mahlzeiten und ganz besonders zu einem Smoothie erreicht wird, besteht darin, dass dadurch viele Nährstoffe – insbesondere die fettlöslichen – aus den anderen Smoothie-Zutaten (Früchten, Gemüse) leichter absorbiert werden können: Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Lutein, Lycopin, Zeaxanthin und Calcium. Sie alle werden um 50 bis 100 Prozent besser absorbiert, wenn die wertvollen Fette aus der Avocado vorhanden sind.

Carotine sind Pflanzenfarbstoffe, die in allen tiefgelb bis rot gefärbten Früchten und Gemüsesorten wie zum Beispiel Karotten, Süsskartoffeln, Kürbissen, Marillen, Papayas, Nektarinen etc., aber genauso in dunkelgrünen Gemüsesorten wie zum Beispiel in Spinat, Brokkoli, Kresse, Blattsalaten und eben auch in der Avocado zu finden sind.

Aus Beta-Carotin kann sich der Organismus – ganz nach Bedarf – Vitamin A herstellen. Vitamin A ist als eines der wichtigsten Vitamine an der Blutbildung beteiligt, am Aufbau einer gesunden Haut und ermöglicht überhaupt erst den Sehvorgang. Ohne Vitamin A sind gesunde Knochen und Zähne nicht möglich.

Lutein, Zeaxanthin und Lycopin gehören zur selben Pflanzenstoff-Familie wie die Carotine. Es handelt sich ebenfalls um Farbstoffe. Lutein findet man hauptsächlich in dunklen Blattgemüsesorten wie Spinat und Grünkohl, aber auch in Avocados. Lutein ist gemeinsam mit Zeaxanthin direkt am Sehvorgang beteiligt. Beide Stoffe kommen auch als Farbpigmente in der Netzhaut des Menschen vor. Man stellte fest, dass Lutein die Entstehung mancher Augenkrankheiten auch noch im hohen Alter mindern oder gar ganz verhindern kann.

Lycopin kommt hauptsächlich in Tomaten, aber auch in Wassermelonen vor. Es gehört zu den Radikalfängern und entlastet somit das Immunsystem des Menschen. Gerade für Lycopin gilt, dass unser Organismus davon viel mehr resorbieren kann, wenn Fett gegenwärtig ist.

Es ist nicht einmal notwendig, eine große Menge an Avocado zu verwenden, um die Aufnahme von fettlöslichen Nährstoffen zu verbessern. Es genügt bereits ein Teelöffel voll Avocadofruchtfleisch.

Avocados liefern jene einfach ungesättigten Fettsäuren (wie z. B. auch die Olive), die dafür bekannt sind, den Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen. Studien belegen, dass eine Avocado pro Tag den Cholesterinspiegel senkt! Gerade bei hohem Cholesterinspiegel ist es daher sinnvoll, ungesunde Fette (Wurst, Käse, Margarine) durch gesunde Brotaufstriche zu ersetzen, die man wunderbar mit Avocados selbst zubereiten kann. Auch das Salatdressing kann statt mit Sonnenblumenöl mit reichlich Avocado und Olivenöl hergestellt werden. Rezepturen dieser Art können jedoch nicht nur den Cholesterinspiegel senken, sondern sogar spezielle Krebsarten wie z.B. Leukämie bekämpfen helfen.

Avocado wachsen auf Bäumen, die riesig werden können und mit ihrem üppigen Laub ein wenig an Walnussbäume erinnern. Die Avocado selbst kann klein wie eine Birne sein, aber auch Kindskopfgröße erreichen. Die großen Sorten gelangen jedoch kaum in den Handel, da sie nicht so gut lagerfähig sind und in Europa auch nicht so viele Liebhaber finden würden.

Schon vor über 10.000 Jahren begann die Kultivierung von Avocados in den tropischen Gebieten der Erde. Heute wächst die gesunde birnenförmige Butterfrucht auch in den Subtropen, zum Beispiel in Südspanien und in Israel.

Avocados reifen selten am Baum. In der Natur fallen sie hart und unreif auf den Boden und reifen erst dort nach. Natürlich sind sie durch den Aufprall meist beschädigt, werden alsbald von Insekten vereinnahmt und verderben dann rasch. Daher werden Avocados, die für den Verzehr bestimmt sind, direkt vom Baum gepflückt und noch unreif in die Läden auf der ganzen Welt verschickt.

Avocados, die bereits weich sind, sind meistens solche, die schon länger im Laden oder in dessen Lagerräumen liegen. Oft wurden sie mehrfach in die Hand genommen, nachts eventuell falsch – im Kühlhaus - gelagert und sind daher nicht mehr zu empfehlen. Zu Hause stellt man dann sehr oft fest, dass die Frucht innen schwarze, also ungenießbare Stellen aufweist.

Ideal ist es daher, feste und unreife Avocados zu kaufen und diese fachmännisch zu Hause reifen zu lassen:

Die feste Avocado – am besten gemeinsam mit einem Apfel - in ein Zeitungspapier wickeln und bei normaler Zimmertemperatur lagern. Der Apfel strömt Ethylen, ein so genanntes Reife"gas" aus, welches die Reifung sämtlicher Früchte fördert. Das Nachreifen dauert je nach ursprünglichem Reifegrad zwischen zwei und zehn Tagen, wenn die Avocados gerade erst gepflückt wurden.

Nord- und Zentralamerika sind die führenden Avocado-Produzenten in der Welt. Die meisten Avocados, die es in mitteleuropäischen Ländern zu kaufen gibt, stammen aus Südspanien, Israel, Mexiko oder auch aus Südafrika. Die USA versorgen sich selbst, und zwar mit Avocados aus Florida, Texas und Kalifornien.

Normalerweise ist es üblich, die Avocadosorte auf die Preistafel zu schreiben. In Mitteleuropa heißen die beiden häufigsten Sorten "Fuerte" und "Hass".

Fuerte-Avocados haben eine fast glatte, grüne Schale und schmecken mild. Hass-Avocados sind von delikatem würzigem Geschmack und zeichnen sich durch eine stark genoppte Schale aus. Diese wird mit zunehmender Reife schwarz.

Fuerte-Avocados hingegen sollten keinesfalls schwarz werden. Bei ihnen sind schwarze Stellen auf der Schale meistens tatsächlich ein Hinweis dafür, dass die Frucht auch innen schlecht ist.

Weitere in Mitteleuropa erhältliche Sorten heißen Bacon, Ettinger, Pinkerton, Reed und Ryan.

Um die Reife herauszufinden, gilt für alle Sorten: Die Avocado in die Hand nehmen und fühlen, ob sie auf leichten Druck nachgibt.

Die Avocado der Länge nach aufschneiden und dabei um den Kern herum drehen. Dann die beiden Hälften in entgegengesetzte Richtungen drehen, um sie von einander zu lösen. Den Kern nicht entfernen, solange nicht die ganze Avocado auf einmal verbraucht wird.

Dann nur die Hälfte ohne Kern verwenden und in der anderen Hälfte den Kern lassen. Er enthält besondere Enzyme, die dafür sorgen, dass die angeschnittene Frucht viel länger hält, solange der Kern noch in ihr liegt. Das funktioniert übrigens auch bei der fertigen Guacamole!

Das grüne Fruchtfleisch der Avocado verfärbt sich rasch dunkel, sobald die Frucht aufgeschnitten wurde. Man kann die Teile einer angeschnittenen Avocado mit Plastikfolie schützen und kühl stellen, wenn sie nicht sofort verwendet werden sollen. Auch mit Zitronensaft beträufeln hilft, um eine weitere Oxidation zu vermeiden.

Sobald die Avocado reif ist, kann sie problemlos noch einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Der Reifeprozess wird durch niedrige Temperaturen unterbrochen und die Lagerzeit der reifen Avocado verlängert. Nur zum Reifen brauchen die Avocados Zimmertemperatur und werden im Kühlen gummiartig!